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Prophylaxe VorsorgeEs gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Zähne gesund zu halten. Um die geeigneten Techniken, Möglichkeiten und Produkte aus der vielfältigen Palette für den einzelnen Patienten auszuwählen, wird ein Mundhygienegespräch durchgeführt. Hierbei werden bestimmte Werte aufgenommen, die uns den Ist-Zustand der Mundhygiene und der Zahnfleischgesundheit des Patienten widerspiegeln. Mit speziellen Tests kann zum Beispiel das individuelle Kariesrisiko bestimmt werden. Anhand der aufgenommenen Werte können wir die für den Patienten geeignete Putztechnik erarbeitet und die dafür notwendigen Hilfsmittel auswählen. Eine Ernährungsberatung komplettiert die Aufklärung zur Mundgesundheit.
Da im Mund meist Schlupfwinkel bestehen, in denen Speisereste und Bakterien ansiedeln, die selbst für den gut putzenden Patienten schwer zu erreichen sind, ist eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) in bestimmten zeitlichen Abständen notwendig. Hierbei werden die Zähne und alle Zwischenräume mit einem Pulverstrahl schonend von bakterienenthaltenden und dunklen Belägen befreit, anschließend gründlich poliert und mit einer den Zahnschmelz härtenden Fluoridpaste touchiert. Bakterien und verfärbende Beläge haben es so schwer, sich auf der sauberen und glatten Oberfläche wieder anzusiedeln und ihre unschöne und teilweise auch schädliche Wirkung auf den Zahn und das Zahnfleisch zu entfalten. Weitere Prophylaxemaßnahmen sind:
Hierbei werden die auf der Oberfläche der Zähne von Natur aus vorhandenen Rillen und Furchen (Fissuren) mit speziellen Kunststoffen verschlossen, so dass sich hier keine kariesverursachenden Bakterien ansiedeln können. Dies ist nur bei gesunden oder leicht angegriffenen Zähnen möglich und macht so hauptsächlich bei frisch durchgebrochenen Seitenzähnen im Kindes- und Jugendalter Sinn, ist aber auch bei nicht beschädigten Erwachsenenzähnen zur Vorsorge möglich
Abb.: Vorgehen bei der Fissurenversiegelung
Der Patient erhält eine im Labor speziell auf seine Zähne angepasste Schiene, in die er zu Hause einmal wöchentlich eine hochkonzentrierte Fluoridpaste füllt, und diese dann für 5 Minuten über die Zähne stülpt. Die Folge ist eine Mineralisation von angegriffenem Schmelz, der somit härter und widerstandsfähiger wird. Übrigens ist die Kinder- und Jugendprophylaxe (mit Ausnahme einiger Leistungen) bis zum 18. Lebensjahr eine Kassenleistung der gesetzlichen Krankenkassen. |










